ZUCKERARTEN UND ZUCKERAUSTAUSCHSTOFFE


ZUCKERARTEN

Maltose (Malzzucker): Glucose + Glucose

Lactose (Milchzucker): Glucose + Galactose

Saccharose (Haushaltsszucker): Glucose + Fructose

Isomaltulose: Glucose + Fructose

ZUCKERAUSTAUSCHSTOFFE Aspartam Cyclamat Maltit Sorbit Xylit Erythrit


TRAUBENZUCKER - GLUKOSE

Traubenzucker oder Glucose (eine veraltete Bezeichnung lautet Dextrose)

ist ein Monosaccharid und kommt natürlicherweise in Obst, Gemüse und Honig vor. Glucose ist der für uns wichtigste Zucker, weil er im Stoffwechsel eine einzigartige Rolle spielt: Er kommt als Blutzucker vor und ist zudem Bestandteil vieler anderer Zuckerarten, etwa Lactose oder Saccharose.

Glucose gelangt vom Darm direkt in die Blutbahn, dient dem Körper damit als schnellster Energielieferant und lässt auch den Insulinspiegel in die Höhe schnellen – Fettverbrennungsmodus vorbei ;-)

Glucose lässt den Blutzuckerspiegel schneller ansteigen als Fruktose.


FRUCHTZUCKER - FRUKTOSE

ist ebenfalls ein Einfachzucker und kommt trotz seines Namens nicht nur in Früchten vor: Allein Haushaltszucker besteht zu 50 Prozent aus Fructose in gebundener Form.

Auf natürliche Weise enthalten vor allem Beeren, Obst und Honig, aber auch verschiedene Gemüsesorten Fruchtzucker. Er besitzt 120 Prozent der Süßkraft von normalem Zucker und ist damit die süßeste natürliche Zuckerart.

Fructose wird in der Leber zu Glucose umgewandelt. Sie fördert die Entstehung der Fettleber, Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Karies.

Blutzuckeranstieg nicht eklatant, jedoch sehr wohl das entzündungsfördernde Hormon Insulin reagiert auf Fruktose mit einem Anstieg!


MILCHZUCKER - LAKTOSE

Lactose ist ein Disaccharid und besteht aus je einem Molekül Glucose und Galactose. Milchzucker kommt, wie der Name schon sagt, natürlicherweise in Milch und Milchprodukten vor. Lactose steigert den Blutzuckerspiegel langsamer und ist nur etwa ein Viertel so süß wie Saccharose, aber ebenfalls kariogen.

Lactose wirkt sich günstig auf die Verdauung und die Darmbakterien aus, sofern keine Intoleranz vorliegt: Viele Menschen können Milchzucker nicht aufspalten. Ihnen fehlt das dafür nötiges Enzym Laktase. Werden dennoch lactosehältige Lebensmittel gegessen, haben Betroffene mit Bauchschmerzen und -krämpfen, Durchfall oder Übelkeit zu kämpfen.


MALZZUCKER - MALTOSE

Der Zweifachzucker Maltose entsteht, wenn Stärke (ein Polysaccharid) aufgespalten wird. Das passiert zum Beispiel im menschlichen Körper während der Verdauung stärkehaltiger Speisen, aber auch beim Keimen von Kartoffeln oder Getreide, etwa beim Bierbrauen. Wie Fructose und Glucose ist Maltose in Reinform im Handel erhältlich und wird aufgrund seiner karamellartigen Geschmacks in Backwaren, Getränken und anderen Produkten verwendet.

Der Malzzucker besteht aus zwei Molekülen Glucose und ist nur halb so süß wie Haushaltszucker, kann aber ebenfalls zu Kariesbildung führen.

Wenn Lebensmittel bei der Zubereitung hohen Temperaturen ausgesetzt sind, wandelt sich Maltose in Maltulose um.

Die Maltulose (nicht zu verwechseln mit der Maltose) ist eine natürlich vorkommende chemische Verbindung aus der Gruppe der reduzierenden Disaccharide (besteht aus Glukose und Fruktose).


SACCHAROSE

… ist nichts anderes als normaler weißer Haushaltszucker.

Saccharose kommt natürlicherweise in Zuckerrohr und -rüben vor und wird aus diesen gewonnen. Zwischen Rohr- und Rübenzucker besteht chemisch kein Unterschied. Raffinierter Zucker ist reiner als sogenannter Weißzucker. Brauner Zucker enthält geringfügig mehr Mineralstoffe, wenn es sich dabei um nicht raffinierten Vollrohrzucker (aus Zuckerrohr) oder Vollzucker (aus Zuckerrüben) handelt. Der sogenannte Braunzucker dagegen ist karamellisierter weißer Zucker.


ISOMALTULOSE

Das Disaccharid besteht aus Glucose und Fructose und ist damit dem Haushaltszucker sehr ähnlich. Isomaltulose (E953) wurde erst 2005 als neuartiges Lebensmittel in der EU zugelassen und kommt als natürlicher Bestandteil von Honig und Zuckerrohrextrakt vor. Sie wird aber auch industriell aus Zucker hergestellt und Süßwaren, Getränken und Sportlernahrung zugesetzt. Isomaltulose kann im Gegensatz zu Saccharose nur langsam verstoffwechselt werden. Weil sie den Blutzuckerspiegel verzögert ansteigen lässt, eignet sie sich für Diabetiker. Isomaltulose gilt als nicht kariogen, schmeckt aber in etwa so süß wie Saccharose und hat auch genauso viele Kalorien.


ASPARTAM

Aspartam (E 951) ist ein synthetischer Süßstoff, der als Lebensmittelzusatzstoff eingesetzt wird. Die erlaubte Tagesdosis beträgt in der EU 40 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht.

Aspartam ist eine farblose, süß schmeckende, kristalline Substanz, die bei 248–250 °C schmilzt und in Wasser und den meisten organischen Lösemitteln nur schwach löslich ist. Aspartam hat einen mit Zucker vergleichbaren Energiegehalt von 17 kJ/g. Aufgrund seiner im Vergleich zu Zucker 200-mal höheren Süßkraft wird es in viel geringeren Mengen eingesetzt, so dass mit Aspartam gesüßte Lebensmittel einen erheblich niedrigeren Energiegehalt besitzen. Daher wird es für energiearme Diäten und für die Ernährung bei Diabetes mellitus verwendet. Die Bildung von