ESSEN IM URLAUB

Aktualisiert: 25. Jan 2020


Ein Thema, dass die Gemüter spaltet und viele vor allem im Nachhinein zur Verzweiflung treibt.

Einerseits wollen viele ihren Urlaub auch kulinarisch genießen und gerade in dieser Zeit auf nichts verzichten, andererseits gibt es auch den großen Katzenjammer wenn der Hüftspeck anschließend mehr geworden ist und die Waage viel mehr anzeigt als vor der Reise. Und dass es sich dabei nicht um Muskelzuwachs handelt wissen alle ohne sich auf eine Diagnosewaage stellen zu müssen, die den prozentuellen Anteil von Muskel, Fett und Wasser anzeigt.

Die einen meinen, dass sie im Urlaub rein nach dem Konsumprinzip leben und nehmen was sie bekommen ohne Seitenblick auf die Konsequenzen und diese dann mit einem Zähneknirschen und schlechten Gefühlen hinnehmen.

Die anderen quälen sich an jedem Urlaubstag mit schlechtem Gewissen und Gedankenkonstrukten wie „ich sollte“, „ich muss“, „eigentlich“ um dann doch den Versuchungen zu erliegen und obendrauf noch mit schlechtem Gewissen zu hadern, das zu beruhigen versucht wird mit dem Satz „Ich bin ja im Urlaub, dafür ist er ja da“

Hier gibt es gut umsetzbare Lösungen:

5 zu beachtenden Hauptpunkte

1) WAS esse ich

Alles beginnt mit der mentalen Einstellung, dass ich meinen Körper ernähre um leistungsfähig und gesund bis ins hohe Alter zu sein.

Der Genuss ist ein riesengroßes MUSS bei mir ! Meine Mahlzeiten müssen mir schmecken und gleichzeitig ausreichend Vitalstoffe beinhalten. Daher führt kein Weg daran vorbei sich im Vorfeld damit zu beschäftigen wo welche Makronährstoffe enthalten sind und wie sie im Groben dem Körper dienen. Kohlenhydrate bringen, je nach Art, rasche Energie. Verbrauche ich diese auch, weil ich mich viel bewege oder eine anstrengende Bewegungseinheit vor mir habe ist alles in Ordnung.

Wenn dein Körper sie allerdings nicht mehr in die Glykogenspeicher einlagern kann, weil diese ohnehin voll sind, werden sie zu Fett umgewandelt und als Fettgewebe gespeichert.

Dieses Wissen ist Gold wert !

2) WANN esse ich

Genauso verhält es sich mit der Quantität, also der Häufigkeit der Mahlzeiten die sich viele im Urlaub gönnen. Das Gefühl alle 2-3 Stunden essen zu müssen um alles zu nutzen herrscht vor allem in All inklusiv Urlauben vor.

Der Verdauungsapparat bekommt nur mehr eine kurze Pause in der Nacht die man schlafend verbringt, wenn er nicht sogar damit beschäftigt ist den am Abend konsumierten Alkohol noch abzubauen.

3) ALKOHOLKONSUM

Im Durchschnitt wird pro Stunde 0,1 Promille Alkohol vom Körper abgebaut. Das ist für unseren Körper oberste Priorität, weil Alkohol ein Zellgift ist. In der Zeit des Alkoholabbaus ist die Fettverbrennung, die ansonst in der Nacht und vor allem wenn alle Nahrung verdaut ist, auf Hochtouren läuft, so gut wie ausgeschaltet.

4) BEWEGUNG

Wieder eine mentale Einstellungsgeschichte:

Wer Bewegung nicht als „Muss“ sieht, sondern als Spassfaktor und Notwendigkeit um sich wohlzufühlen, der braucht auch im Urlaub nicht darüber nachzudenken wann er sich bewegen sollte, sondern tut es einfach: jeden Tag und regelmäßig. Unser Körper ist dafür gebaut sich zu bewegen in allen erdenklichen Formen.

Sei es ein ausgedehnter Spaziergang, Schwimmen im Pool oder Meer, eine Laufrunde, das Fitnesscenter nutzen, das vielleicht auch inkludiert ist, eine Runde hochintensives Tabata Training am Zimmer mit diversen Körpereigengewichtsübungen - siehe massenweise Beispiele dazu auf Youtube oder hier im Link, Dehnen im Stehen, am Boden/Strand sitzend, mit den Kindern toben, 10 Minuten Seilspringen im Garten oder Hof (ich habe meistens meine Springschnur mit um diese Möglichkeit zu nutzen, wenn es weniger Alternativen gibt und vor allem wenn ich mit Kind unterwegs bin)

Es gilt die Regel: "Use it or you´ll loose ist. "

"Gebrauche es oder du wirst es verlieren."

Diese Regel gilt sowohl für Muskeln, Zähne, sämtliche Fähigkeiten und auch deine Beziehungen ;-)

5) ENTSPANNUNG und STRESSMANAGEMENT

Schreibe deine Antworten auf einem Zettel wenn du dich noch besser kennenlernen willst.

Das ist etwas gaaaaaaaanz anderes als nur mitzudenken und die Fragen im Kopf zu beantworten. Sieh es als aktive Persönlichkeitsarbeit an –

du wirst überrascht sein was dir einfällt und was in dir steckt.

Hast du dir schon mal folgende Fragen gestellt:

+Was entspannt dich ohne etwas kulinarisch zu konsumieren?

+Was entspannt dich ohne Suchtmittel? (Nikotin, Alkohol,etc.)

+Was erfreut dich?