Der durchlässige Darm - leaky gut - unterschätztes Phänomen der heutigen Ernährung

Aktualisiert: 4. Aug.


Die meisten Erkrankungen gelten in der symptomorientierten westlichen, klassischen Schulmedizin als unheilbar, wie Allergien und Autoimmunerkrankungen.

Dabei könnte man das Leaky Gut Syndrom gut therapieren und die entsprechende Krankheit könnte sich bessern.

Die Symptomatiken eines Leaky Gut Syndroms können sehr vielfältig sein:

  • Chronische Gelenkschmerzen

  • Chronische Muskelschmerzen

  • Konzentrationsstörungen

  • Blähungen

  • Migräne

  • Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen

  • Nervosität

  • Akne

  • Ekzeme

  • Ein schwaches Immunsystem

  • Immer wieder kehrende Blasen- oder Vaginalinfekte

  • Chronische Müdigkeit

  • Unverträglichkeiten verschiedener Lebensmittel

  • Reizdarmbeschwerden und vieles mehr

Da viele dieser Symptome nicht unbedingt mit einem kranken Darm in Verbindung gebracht werden, kommen Betroffene auch meist gar nicht auf die Idee, etwas für ihr Verdauungssystem zu tun, um eine Besserung herbei zu führen.

So können sich im Lauf der Jahre ernsthafte Beschwerden entwickeln wie chronisch entzündliche Darmerkrankungen

(Morbus Crohn und Colitis ulcerosa) die mit dem Leaky Gut Syndrom in Verbindung gebracht werden.

Genauso Allergien, Asthma und Autoimmunerkrankungen.

Das Leaky Gut Syndrom aber ist heilbar, so dass sich auch die mit ihm im Zusammenhang stehende Krankheit bessern kann, sobald sich der Darm wieder regeneriert hat.

Die Darmschleimhaut stellt eine Barriere zwischen dem Darminhalt und dem Blutkreislauf dar. Wenn die Barriere intakt ist, lässt die Darmschleimhaut nur Wasser und die benötigten Nährstoffe in den Blutkreislauf passieren.



Beim Leaky Gut Syndrom aber weist die Darmschleimhaut plötzlich Lücken auf, so dass jetzt auch Stoffe in den Blutkreislauf gelangen können, die dort auf keinen Fall hingehören und normalerweise mit dem Stuhl ausgeschieden werden sollten.

Dabei handelt es sich um Giftstoffe, Pilze, Pilztoxine und andere unvollständig verdaute Stoffe. Nimmt das Blut nun diese Substanzen auf, klingeln sämtliche Alarmglocken des Immunsystems.

Um die Eindringlinge zu vernichten, kommt es zu Immunreaktionen. Entzündungsstoffe werden ausgeschüttet und gleichzeitig bildet der Organismus Antikörper gegen die Fremdstoffe. Das ist häufig der Beginn unterschiedlicher Allergien.

Da die Struktur der Fremdstoffe in manchen Fällen auch körpereigenem Gewebe ähnelt, kann es von Seiten des Immunsystems nun zu Verwechslungen kommen. Es greift eigene Zellen an, im Glauben, es handle sich um einen der Eindringlinge.

Eine Autoimmunerkrankung kann entstehen.

Zu den Autoimmunerkrankungen zählen

so weit verbreitete Beschwerden wie

  • das Rheuma ( rheumatoide Arthritis ),

  • die chronische Schilddrüsenentzündung Hashimoto

  • oder auch Autoimmunerkrankungen der Haut.

  • Auch die Multiple Sklerose und

  • die Sarkoidose (Lunge, Augen, Bindegewebe) gehören dazu,

  • eventuell Morbus Bechterew sowie die bereits genannten

  • chronisch entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa uvm.

Ernährung

Das Leaky Gut Syndrom ist zumeist die Folge des üblichen modernen Lebensstils, denn dieser schädigt nachweislich die Darmbarriere.

Allen voran z.B. alle Mehlprodukten , die Lektine enthalten! Also Nudeln, Gebäck,Weizenprodukte wie Couscous,…

Oft zeigt sich, dass Menschen mit einem Leaky Gut Syndrom gerne viel Zucker und isolierte Kohlenhydrate ( weisser Reis, Weißmehlprodukte wie Brot, Nudeln etc.) konsumieren und gleichzeitig wenig Ballaststoffe und Gemüse verzehren.

Meist werden dann auch noch die falschen Fette gegessen

(viel Wurst, Käse, sowie raffinierte Pflanzenöle – alles Omega 6 hältige Nahrungsmittel, die für erhöhte Entzündungswerte verantwortlich sind und für das meist falsche Verhältnis von den Lipoproteinen HDL und LDL ) und alkoholische Getränke genossen .

Eine solche Ernährung öffnet dem Leaky Gut Syndrom Tür und Tor.

Wenn überdies eine Empfindlichkeit gegen Gluten und Kasein (Milcheiweiß) vorliegt, dann beschleunigen Milch- und Getreideprodukte die Entwicklung des Leaky Gut Syndroms.

Alkohol

Man weiß, dass Alkohol die Darmbarriere schädigen kann. Insbesonders dann, wenn regelmäßig viel Alkohol getrunken wird. Zwei alkoholfreie Wochen braucht es mindestens, bis überhaupt erst die Regeneration der alkoholbedingten Darmschleimhautschäden einsetzen kann.

Medikamente

Viele Medikamente greifen die Darmschleimhaut an und irritieren die Darmflora. Dazu gehören zuallererst natürlich Antibiotika, die nicht nur schädliche, sondern auch gesundheitsfördernde Bakterien töten. Sie dezimieren auf diese Weise die Darmflora, womit ein wichtiger Schutzschild der Darmschleimhaut beeinträchtigt wird.

Die häufige Folge einer Antibiotikatherapie ist daher eine Pilzinfektion (Candida ).

Denn kaum sind die schützenden Bakterien der Darmflora mengenmässig reduziert, siedeln sich Pilze an (denen Antibiotika nichts anhaben können) und vermehren sich rasant.

Stress

Auch Stress kann – besonders in Kombination mit Alkohol, Zucker und Medikamenten – zu Candidabefall führen und auf diese Weise die Darmschleimhaut schädigen. Aber auch ohne Candida gelten anstrengende Stressphasen, die mehrere Wochen oder gar Monate anhalten, als Risikofaktor für das Leaky Gut Syndrom.

Daher kommt es nicht selten nach besonders stressigen Phasen zu körperlichen Beschwerden. Insbesondere Trauer, Trennung vom Partner, Mobbing bei der Arbeit, aber auch Panik- und Angstzustände führen zu derartigen Stressphasen.

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